Frau Schäfer, haben Sie als Jüdin jetzt in Deutschland Angst um Ihre Söhne? | www.emotion.de

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Seit vielen Jahren gehört Bärbel Schäfer als Autorin fest zu unserem Team. Für ihr neues Buch „Meine Nachmittage mit Eva“ hat sie mit einer Frau gesprochen, die als Kind Auschwitz überlebt hat. Das Buch hat mich sehr berührt – vor allem auch nach dem erschreckenden Erfolg der AfD.

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Till Wahnbaeck über Hoffnung

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Oliver Pocher über Verantwortung

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Bärbel Schäfer auf Spurensuche

Bärbel Schäfer auf Spurensuche

Als Bärbel Schäfer ihren Onkel einmal aufforderte, das „Nazigequatsche und seinen Rassismus“ für sich zu behalten, bekommt sie von ihm „eine geklatscht“. So schildert die Moderatorin in ihrem neuen Buch „Meine Nachmittage mit Eva. Über Leben nach Auschwitz“ eine Situation, als sie jung die Spurensuche in der eigenen Familie begann. „Die schwarzen Brunnen und Sackgassen, die dort schlummern, habe ich versucht erneut mit den Verwandten, die noch leben, anzuschauen. In meiner Familie waren schweigende Mitläufer, Parteimitglieder, und es gab einen Kommunisten, der in den Kriegsjahren aber abgetaucht ist“, berichtet die gebürtige Bremerin offen. Diese Vergangenheit zu beleuchten, das Schweigen aufzubrechen, sei schmerzhaft gewesen, „eine bewegende Reise“, und doch die Chance auf Klarheit: „Am Ende ist es ein Buch über Herzenswärme und Humanismus geworden.“

Auf mehr als 200 Seiten geht es um tiefe Gefühle, die von Bärbel Schäfer zu ihrem Ehemann Michel Friedman und den beiden gemeinsamen Söhnen, und um die Erinnerungen der 85-jährigen Frankfurterin Eva Szepesi , eine der letzten Frauen, die Auschwitz als Kind erlebt haben. Die Jüdin trägt noch heute eine tätowierte Nummer auf dem Unterarm. Das große Schweigen erfasste nach dem Zweiten Weltkrieg auch die Opferfamilien. Fünf Jahrzehnte sprach Eva Szepesi kein Wort über das Erlebte, verkapselte das Grauen. Erst 2011 öffnete sie sich und schilderte das Unfassbare in einem Buch.

Über Monate traf Bärbel Schäfer jeden Mittwoch die alte Dame in ihrer Wohnung am Dornbusch, ließ sich berichten. Etwa als man ihr im Lager die Haare mit einem stumpfen Messer rasierte, zwölf Jahre alt war das Mädchen damals. Ihre Eltern sah sie nie wieder. „Während Eva mir das erzählt, halten wir uns an den Händen, weinen zusammen. Ihre Worte hängen in meinem Brustkorb“, schreibt Bärbel Schäfer über den engen Austausch. Einmal hatte die Autorin ihre Handschuhe im Auto vergessen, frierend klingelte sie an der Haustür. „Ich empfand Scham, da ich mich beklagte. Hatte Eva doch stundenlang im Winter ohne Handschuhe und barfuß in Holzpantinen bei Appellen ausharren müssen.“ Die Begegnung mit der Überlebenden habe bei ihr gleichsam „ein Fenster geöffnet“, die offene Spurensuche zu dokumentieren. „Meine noch lebenden Verwandten, insbesondere meine Mutter, wissen, was im Buch steht und haben ihr Einverständnis gegeben“, betont sie. Der Kontakt zu Eva Szepesi ist nach wie vor innig, sie sind Freundinnen geworden.

„Ich würde mir wünschen, das Buch regt die Leser zur eigenen Spurensuche an. Es geht darum, das Vergangene anzuschauen ohne anzuprangern und zu verfluchen. Vielleicht kann so Versöhnung gelingen“, erklärt Schäfer. Wenn Eva Szepesi vor Grundschülern erzählt und ihre Lagernummer zeigt, berichten Kinder manchmal, dass etwa der Vater ebenfalls Zahlen auf dem Arm tätowiert habe. „Das ist dann meist das Geburtsdatum des Kindes. „In diesem Alter verbindet man Tätowierungen mit etwas ganz anderem“, so die Autorin. Mit Blick auf das Ergebnis der Bundestagswahlen sieht sie die Aktualität. „Die Rechten sind in der bürgerlichen Mitte angekommen. Springerstiefel sind nicht mehr das Erkennungszeichen. Unser Wegschauen fängt sehr früh an, das war damals nicht anders.“

(fai)

Quelle: Frankfurter Neue Presse

Video: Florian Schroeder im Gespräch | hessenschau.de | Kultur

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Die Frau von heute ist schlank wie ein Topmodel, erfolgreich im Job, eine liebevolle Mutter, eine verruchte Liebhaberin und die beste Freundin gleich noch dazu. Die Ansprüche an Frauen sind scheinbar grenzenlos. Sie leisten so viel und stehen doch häufig im Schatten der Männer.

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Florian Schroeder im Gespräch

Video: Gaby Hauptmann im Gespräch | hessenschau.de | Kultur

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In Gaby Hauptmanns Büchern geraten Männer und Frauen gerne mal aneinander. Das ist auch in ihrem neuen Buch „Scheidung nie – nur Mord“ nicht anders. Wie bringt man einen Mann zur Vernunft? Und dass Stefan unvernünftig und von allen guten Geistern verlassen ist, da ist sich Laura sicher. Er hat es fertiggebracht, sie komplett zu ruinieren. Dabei macht er nach außen auf dicke Hose, spaziert in Designer-Klamotten rum, serviert ihren Freunden nur den teuersten Champagner – und macht ihr die Hölle heiß, wenn sie bei Aldi nicht die Sonderangebote im Auge behält. Sie muss Stefan wieder loswerden, und das lieber heute als morgen.

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Gaby Hauptmann im Gespräch

Video: Ulla Hahn im Gespräch | hessenschau.de | Kultur

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„Wir werden erwartet“ ist der vierte Teil von Ulla Hahns autobiographischer Romanreihe. Hilla Palm glaubt, in der Literatur und in ihrem Mann endlich ihre Heimat gefunden zu haben, als die Turbulenzen zwischen den 1968er Jahren und dem Deutschen Herbst ihre Lebenspläne im Keim ersticken. Auf der Suche nach Freiheit findet Hilla Halt in der marxistischen Weltordnung und wendet sich an Menschen, die wie sie für ihre Überzeugungen und eine gerechtere Welt kämpfen.

Quelle: Video: Ulla Hahn im Gespräch | hessenschau.de | Kultur

Ulla Hahn im Gespräch

Video: Sven Regener im Gespräch | hessenschau.de | Kultur

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Mit 24 Jahren gründete Sven Regener in Berlin die Band „Element of Crime“, die seitdem mehrere Studioalben veröffentlichte und über tausend Konzerte spielte. Größere Bekanntheit erlangte Regener durch seinen ersten, im Jahr 2001 veröffentlichten, Roman „Herr Lehmann“, der auch erfolgreich verfilmt wurde. Mit seinem aktuellen Buch „Wiener Straße“ schaffte Regener den Sprung auf die Longlist um den Deutschen Buchpreis 2017.

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Sven Regener im Gespräch

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